Togo

Togo ist ein westafrikanischer Staat am Golf von Guinea mit 8,082 Millionen Einwohnern (2019) auf 56.785 km². Es grenzt an Burkina Faso, Ghana und Benin.

Amtssprachen sind Französisch, Kabarett und Ewe. Das Land zeichnet sich durch landschaftliche Vielfalt von Stränden über Regenwälder bis hin zu seltenen Baobabs aus.

Das Klima ist ganzjährig warm, unterteilt in Trocken- und Regenzeit; der Harmattan bringt trockene Luft. Historisch war das Gebiet Teil des „Sklavenstrandes“.

Die Hauptstadt Lomé (837.437 Ew.) ist Industrie- und Handelszentrum am Meer und beherbergt den Präsidentenpalast.

Der Tourismus entwickelt sich mit Fokus auf Natur und Geschichte. Geografisch ist Togo ein schmaler Streifen, unterteilt in sechs Regionen, wobei das Atakor-Massiv mit dem Gipfel d'Agou (986 m) den höchsten Punkt bildet.

Administrativ gliedert es sich in fünf Regionen (Zentral, Kara, Primorsky, Plateau, Savanne) und 30 Präfekturen. Neben Lomé sind Sokode und Kara die größten Städte.

Lomé, gegründet von den Ewe, wurde 1897 Hauptstadt. Die Stadt ist Sitz der Nationalversammlung und fungiert als wichtiger Hafen mit Freihandelszone für den Export von Baumwolle, Kaffee und Phosphaten.

Obwohl Französisch die Amtssprache ist (30-37%), existieren über vierzig Sprachen, wobei Ewe und Kabillet dominieren.

Die Religionslandschaft umfasst mehrheitlich traditionelle Ethnoreligionen (Voodoo), aber auch das Christentum und den Islam. Natürliche Ressourcen umfassen fruchtbares Land (5,2% der Fläche), das hauptsächlich für Subsistenzwirtschaft genutzt wird, sowie wichtige Vorkommen an Phosphaten, für die Togo weltweit Platz 19 einnimmt.

Die Landwirtschaft trägt 42% zum BIP bei. Die togolesische Wirtschaft ist stark agrarisch geprägt (75% der Arbeitskräfte). Kakao, Kaffee und Baumwolle sichern 40% der Exporteinnahmen.

Der Bergbau (Phosphate) war 2012 für 33,9% des BIP verantwortlich. Die verarbeitende Industrie ist klein (6-8% des BIP) und konzentriert sich auf die Verarbeitung landwirtschaftlicher Güter.

Die Küche vereint westafrikanische, französische und deutsche Einflüsse; Hauptnahrungsmittel sind Hirse, Mais und Maniok, oft serviert mit scharfen Saucen und Fisch oder Fleisch.

Kulturell herausragend sind die Kutammaku-Siedlungen im Norden mit Lehmtürmen (Takientas) der Batammarib.

Bedeutende Ökosysteme sind die Nationalparks Fazao-Malfacassa und Oti-Keran, die eine vielfältige Tierwelt wie Elefanten, Löwen und zahlreiche Vogelarten beherbergen.

Karte von Togo

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